Grosses Pünktchen

Nach dem verpatzten Rückrundenauftakt wartete erneut keine leichte Aufgabe für den FC Neumünster. Der Tabellenführer und Lokalrivale aus Witikon lud zum Derby auf dem Platz 1.

Ohne grössere Korrekturen gegenüber den letzten Partien stellten Atici und Westerberg wie folgt auf: Struchen hütete das Tor. Almene, Egli, Straumann und Oberholzer bildeten die Abwehrkette. Huber kam zurück ins zentral Mittelfeld, neben ihm Huacan. Maurer davor auf der Zehn. Auf den Flügeln wurde erneut auf Gabay und Zinnenlauf gesetzt. Und vorne wie gewohnt die „Waffe“ Müller.
Neumi begann engagiert und brauchte sich nicht vor dem Leader zu verstecken. So war die Startphase ein Hin und Her auf Augenhöhe, unterbrochen ab und zu von einem Pfiff des verwirrten Schiedsrichters. Es passte in die aktuelle Phase des FCN, dass der Gegner dennoch mit seiner ersten echten Chance in Führung ging und kurze Zeit später nach einer Ecke gar auf 0:2 erhöhte. Diese verfluchten Standards.

Die Neumünsteraner liessen jedoch den Kopf nicht hängen und suchten den Anschlusstreffer. Dieser gelang kurz darauf in der 30. Minute: Der mittlerweile für den verletzten Zinnenlauf eingewechselte Larcheveque lancierte mustergültig Müller. Dieser zog aufs Tor, scheiterte zunächst am Keeper, konnte dann aber im Nachschuss dennoch zum 1:2 vollstrecken (wenn auch mit etwas Mithilfe des gegnerischen Verteidigers). Bitter für Neumünster: das vermeintliche 2:2 noch vor der Pause wurde von besagtem Schiri nicht gegeben, weil dieser offenbar den Ball nicht hinter der Linie gesehen hat.

Dann war Halbzeit und es gab leckeren Pausentee aus dem Fussballstübli. Vielleicht nach Geheimrezept von Mani.
Wie auch immer, der Fahrplan für die zweiten 45 Minuten war klar: auf den Ausgleich zu drücken. Nun ja, als eine einzige Druckphase konnte man die zweite Halbzeit vielleicht nicht bezeichnen. Aber es gelang dem FCN dennoch, einzelne Nadelstiche zu setzen. In der 75. Minute wurden diese schliesslich in Erfolg umgemünzt: Aggressive Leader Huber eroberte den Ball in der eigenen Platzhälfte, dieser wurde weit nach vorne geschlagen und dort vom Verteidiger nur ungenügend zum Torwart zurückgepasst. So konnte Müller das Leder abfangen, den Keeper umkurven und schliesslich einschieben. Der Ausgleich war Tatsache. Danach passierte nicht mehr viel: Der FCN konnte die eher maue Schlussoffensive des Derbyrivalen gut unterbinden. Das 2:2 blieb bestehen.

Ein couragierter Auftritt gegen den Leader wurde mit dem ersten Punkt der Rückrunde belohnt. Dieser Fakt und das Wetter luden zum verdienten Höcklen ein, das im Anschluss wieder mal zelebriert wurde.