Zwischen Linienläufen, Charity-Gedanken und Torrausch

Die Neumiredaktion meldet sich aus dem Winterschlaf zurück! Während andere Stadtzürcher Mitte Januar noch den letzten Kater der Neujahrsnacht ausschlafen oder sich über die Skipisten schieben, bat das Trainerteam bereits wieder zum Tanz.

Die Vorbereitung auf die Rückrunde startete ungewohnt früh und – seien wir ehrlich – auch ungewohnt schmerzhaft. Statt Fussballkunst standen erst einmal Linienläufe und ausgedehnte Joggingeinheiten auf dem Programm, die selbst gestandenen Routiniers das Herzrasen in die Brust trieben.

Die bisherige Vorbereitungsphase lieferte bereits Stoff für eine ganze Netflix-Dokumentation:

• Drama in Thayngen: Beim Vorbereitungsturnier in der Halle zeigte man zwar gute Ansätze, schied jedoch auf tragische Weise in letzter Sekunde aus.
• Herz für Pink Ribbon: Dass der FC Neumünster nicht nur hart austeilen, sondern auch viel geben kann, bewies der Charity-Run. Über 1000.– CHF kamen für den guten Zweck zusammen – ein starkes Zeichen des Vereinszusammenhalts.
• Top-Transfer: Vom Lokalrivalen FC Seefeld stösst Arman Maurer zum FCN. Ein Wechsel, der für ordentlich Gesprächsstoff im Dunstkreis der „Festung Lengg“ sorgte – Willkommen in der Neumi-Familie, Arman!
• Neumi-Lazarett: Leider schlug die Verletzungshexe auf grausame Art und Weise zu. Sergio Sivec riss sich erneut das Kreuzband und fällt für unbestimmte Zeit aus. Die gesamte Neumi-Familie wünscht an dieser Stelle: Come back stronger, Sergio!

Mit schweren Beinen, aber viel Lust auf das runde Leder, traf man im ersten Testspiel im Jahr 2026 auf den SC Wipkingen. Trotz einer langen Liste an Absenzen und Verletzten zeigten die Kleeblätte, dass sie das Toreschiessen nicht verlernt haben. Das Spiel begann mit einer Co-Produktion der feineren Sorte: Huacan bediente Gabay mit einem Pass, der das Prädikat „mustergültig“ verdiente, woraufhin Gabay zum zwischenzeitlichen 1:1 einschob. Nach dem Pausentee schlug die Stunde des Messenholl. Nachdem er in der bisherigen Saison eher die Rolle des Edel-Jokers mit wenig Einsatzzeit innehatte, brannte er nun ein Feuerwerk ab. Mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten stellte er die Weichen auf Sieg. Doch Wipkingen gab sich nicht kampflos geschlagen und glich zum 3:3 aus. In der Schlussphase war es dann Larcheveque, der bewies, warum er für die gegnerische Abwehr so gefährlich ist. Auch er schnürte einen Doppelpack und schraubte das Endresultat auf ein verdientes 3:5 für den FC Neumünster. Fazit: Der Motor läuft warm. Ein gelungener Test, der Lust auf mehr macht. Trotz der dünnen Personaldecke bewies die Mannschaft Moral. Wenn die Formkurve weiter so nach oben zeigt wie Messenholls Torquote in der zweiten Halbzeit, kann die Rückrunde kommen. Weiter geht es am kommenden Sonntag auswärts gegen den FC Wetzikon.