Die Fussballkunst aus dem Stadtkreis 7 hob am 11. Spieltag ab, um in der Einflugschneise von Rümlang Beute zu machen. Wer dachte, die Reise zur G.S.I. würde ein ruhiger Gleitflug, wurde schneller von den Beinen geholt, als das Bodenpersonal „Boarding completed“ rufen kann. Am Ende stand eine 4:3 Niederlage auf der Anzeigetafel, die sich anfühlte wie ein Langstreckenflug in der Mittelreihe ohne Tomatensaft.
Der Start verlief holprig: Bereits in der 8. Minute gab es die erste Erschütterung im Gebälk, als Mahjoub für die Gastgeber einnetzte. Doch der FCN bewies Moral und startete die Aufholjagd. In der 28. Minute zeigte Gabay, dass er die Lufthoheit besitzt: Mit einem sehenswerten Kopfball wuchtete er die Kugel zum 1:1 in die Maschen. Dass wir mit einem 2:1-Rückstand in die Kabine mussten, lag erneut an Mahjoub, der erneut einnetzte.
Nach dem Pausentee zeigten die Kleeblätter, dass sie noch lange nicht auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen waren. In der 55. Minute fasste sich Larcheveque ein Herz und hämmerte das Leder aus unmöglich spitzem Winkel zum 2:2-Ausgleich ins Netz. Das Spiel wurde nun zur sagenumwobenen Schlacht. In der 67. Minute krönte Zinnenlauf Junior einen sehenswerten Konter mit einer puren Willensleistung zur 2:3-Führung. Zu diesem Zeitpunkt roch es stark nach drei Punkten und dem wohlverdienten Sieger-Bier. Doch wie heisst es so schön? Totgesagte leben länger – leider galt das an diesem Tag für die Rümlanger..
Erst glich Akdogan aus (82.), und als eigentlich alle mit der Punkteteilung rechneten, vollendete der nimmersatte Mahjoub in der 94. Minute seinen Hattrick zum 4:3-Endstand. Eine Bruchlandung in der Nachspielzeit, die uns mit leeren Händen im Regen stehen liess. Ein unverhofftes Torspektakel, das leider ohne Happy End blieb. Wer den Frust jetzt stilvoll verarbeiten will, kann sich im Online-Shop ein Polo für den Znacht mit den Schwiegereltern besorgen, um wenigstens neben dem Platz eine gute Figur zu machen. Kopf hoch, Mund abputzen, in der Rückrunde wird wieder geliefert!
