Der Morgen stirbt nie  

Mit neuem Elan und in alter (nomen est omen) Frische startete das Fanionteam des FC Neumünster diesen Sommer einmal mehr in die Vorbereitung. Die Frage, die sich vor der neuen Spielzeit am meisten aufdrängte, war, wer würde sich erbarmen und den Platz an der Seitenlinie einnehmen? Nachdem uns Westerberg, am Ende der letzten Saison aus guten Gründen, und Atici, vorzeitig aus Gründen, verlassen hatten, war dieser Posten nun neu zu besetzen. Die Transferkommission bestehend aus lauter Doppelnullagenten wühlte sich wagemutig durch die Stapel eingetroffener Bewerbungen im Home of Neumi. Wer würde es wohl werden? Rolf Fringer, Raimondo Ponte, oder doch Peter Neururer? Die Wahl fiel dann etwas überraschend auf den unbekannteren, dafür aber auch deutlich vitaleren Mirko Altmeier. Hier noch das Communiquée der Transferkommission zur Verpflichtung im Wortlaut: «Wir sind überglücklich und auch ein bisschen stolz die Verpflichtung von Mirko Altnmeier als neuen Cheftrainer bekannt geben zu dürfen. Mirko stösst direkt vom Racing-Club Buenos Aires aus der argentinischen Primera División zu uns. Diese Vertragsunterzeichnung zeigt, dass auch profunden Kennern der Materie, wie es Altmeier zweifelsfrei einer ist, das gewaltige Potential unseres Vereins nicht entgangen ist. Wie sonst wäre es möglich gewesen einen Trainer dieses Formats direkt aus der obersten Spielklasse Argentiniens zu verpflichten. Wir wünschen Mirko und der Mannschaft viel Erfolg bei den kommenden Aufgaben.» Als sich dann herausstellte, dass Altmaier nicht aus der argentinischen Hauptstadt, sondern vom Racing-Club Zürich vom nahegelegenen Sonnenberg dazustiess, waren die Verträge schon unterschrieben, bienvenido. Kann passieren.  

Song zur diesjährigen Saison: Oasis – Don’t Look Back In Anger 

Das Transferkarussell dreht sich 

Auch an der Spielerfront hat sich einiges getan. Aufgrund von Unstimmigkeiten beim Mitbewohnerverein FC Witikon heuerten Alessandro Ciminelli, Jon Osterwalder, Nicola und Noah Goncharenko und Tim Follath bei uns an. Wir wollen uns nicht näher zu den Vorkommnissen beim geliebten Nachbaren äussern und zitieren stattdessen gerne aus der (mittlerweile gelöschten, Props an ungeahnt vorhandene Hackerskills) Mitteilung auf der Homepage des FC Witikon: « Rückblickend ist sich der Vorstand bewusst, dass die laufende Kommunikation mit den Trainern und dem Team bezüglich der Beendigung der Zusammenarbeit ungenügend war. Der Vorstand übernimmt dafür die Verantwortung und wird die internen Kommunikationsprozesse weiterentwickeln, um ähnliche Situationen künftig besser zu begleiten.“ Also man kann ja sagen, was man will, aber formulieren können sie wie die Weltmeister. Weitere Zugänge sind das aus der Neumiacademy hochgezogene Sturmjuwel Thomas Tenchio und der aus einer kleinen Schaffenspause zurückkehrende Nevin Sidler. Auf eine gute Zusammenarbeit. Die dringend benötigte Verjüngung des Kaders wurde damit erfolgreich angegangen, sind die Zugänge doch alle so Mitte Zwanzig oder noch jünger (Tenchio). Man kann sich dunkel erinnern. 

Der erste Akt 

Nach einem Testspielsieg und einer deutlichen Cupniederlage gegen den FC Witikon, stand am Freitag vorletzter Woche zu Hause auf der Looren gegen den FC Unterstrass das erste Punktspiel an. Die erste Halbzeit gestaltete sich noch einigermassen ausgeglichen, der 2:2 Pausenstand, schmeichelte aber doch eher den Gästen. Für unsere Farben hatten Gabay und Sidler, beide sehenswert, getroffen. Nach der Pause dominierten die Kleeblätter dann aber deutlich. Statt des letztjährig oft kultivierten Haramballs, sahen zuschauende Personen teilweise so etwas wie längere Ballbesitzphasen und Passstafetten über mehrere Stationen. Erstaunlich. Folgerichtig schossen Müller und Wenk ihr Team in der zweiten Hälfte zum 4:2 Startsieg. Zu erwähnen gilt es an dieser Stelle noch das formidable In Game-Coaching des gegnerischen Trainers, nachdem seine Mannschaft in Rückstand geraten war. Durch mehrere jeweils einzeln vollzogene Wechsel nahm er clever Zeit von der Uhr und half dadurch seinen Mannen die Niederlage ins Trockene zu retten. 

Song des Spieltags: Florence + The Machine – Dog Days Are Over 

Doppelt hält besser 

Auch im zweiten Spiel der Saison fuhren die Neumünsteraner drei Punkte ein. Gegen keinesfalls schwache Walliseller schossen Wenk 2x und Straumann (nein keine Verwechslung) die Tore zum souveränen 3:0 Endresultat. Vor allem Straumanns Tor wird man sich auch in Zukunft immer mal wieder gerne anschauen, dafür konsultiere man einfach unser Instaprofil. Auch die sehr raren, seltsamen Schiedsrichterentscheidungen wurden gewohnt stoisch zur Kenntnis genommen. Rundherum ein gelungener Auftritt also. 

Song zum Spieltag: Stiller Has – Walliselle 

Weiter geht’s schon am nächsten Dienstag auswärts gegen den Zürich City SC in Oerlikon, hier stimmt doch was nicht, aber was nur? Manfred organisiert einen Fancar weitere Infos dazu folgen demnächst nicht. Stay tuned.