Zum Saisonabschluss

Eine Übersicht der letzten Spiele des FCN in der Saison 24/25

Im Eifer des Gefechts

Nach dem umkämpften Auswärtssieg gegen den FC Fällanden wartete mit dem FC Srbija Zürich ein deutlich stärker einzuschätzender Gegner auf den FC Neumünster. Bereits das Hinspiel hatte dramatisch geendet – mit einem späten Siegtreffer für den FC Neumünster. Doch seither hat sich das Gesicht der Serben verändert: Punktgewinne gegen Teams wie den FC Witikon, Absteiger aus der 2. Liga, zeugten von der aufsteigenden Formkurve. Die Anfangsphase gestaltete sich aus Sicht des Heimteams vielversprechend. Man begegnete dem Gegner auf Augenhöhe und liess wenig zu. Dennoch geriet der FCN nach etwa einer Viertelstunde mit 0:1 in Rückstand. Bitter wurde es kurz darauf: Flügelspieler Gabay wurde nach einem rüden Foulspiel verletzt ausgewechselt – für ihn kam Koch in die Partie. Kurz vor der Pause erhöhten die Gäste per Foulpenalty auf 0:2. Zu allem Überfluss musste auch Captain Huber verletzungsbedingt vom Platz – Huacan ersetzte ihn. Immerhin konnte ebendieser kurz vor dem Pausenpfiff mit dem 1:2-Anschlusstreffer noch einmal Hoffnung aufkommen lassen. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch in der zweiten Halbzeit. Die Gäste nutzten die Schwächen in der Defensive konsequent aus und erhöhten den Score kontinuierlich. Dem FC Neumünster fehlten die spielerischen Mittel, um noch einmal entscheidende Impulse zu setzen, weshalb man sich am Ende mit einer klaren 1:5-Heimniederlage abfinden musste.

Drama pur auf der Looren – Last-Minute-Sieg gegen den FC Zürich-Affoltern

Nach der deutlichen Niederlage gegen den FC Srbija Zürich traf der FC Neumünster im nächsten Heimspiel erneut auf ein Team aus dem Tabellenkeller: den FC Zürich-Affoltern. Der letztjährige Aufstiegsaspirant blieb in dieser Saison bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück und stand auf der Looren unter Zugzwang – wollte man den drohenden Abstieg vermeiden, musste ein Sieg her. Doch es waren die Gastgeber, die entschlossen auftraten: Bereits in der 4. Minute erzielte Müller nach feinem Zuspiel von Gabay die frühe 1:0-Führung. Nur kurze Zeit später erhöhte Sturmtank Larcheveque verdientermassen auf 2:0 – ein Auftakt nach Mass für den FCN. Doch die Gäste fanden zurück ins Spiel. Nach einem umstrittenen Foulspiel von Almene zeigte der Schiedsrichter in der 17. Minute auf den Punkt – der FC Zürich-Affoltern verwandelte sicher zum 2:1. Noch vor dem Pausenpfiff gelang den Gästen sogar der Ausgleich zum 2:2. Nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste das Spiel endgültig: In der 60. Minute gingen die Affolterer erstmals in Führung. Was danach folgte, war nichts weniger als Hitchcock-reifes Drama. In der 89. Minute schlug Larcheveque erneut zu und traf zum 3:3-Ausgleich. Und als sich alle schon mit dem Remis abgefunden hatten, kam der grosse Auftritt von Müller: In der 94. Minute schob er nach perfektem Zuspiel von Sivec zum viel umjubelten 4:3-Siegtreffer ein. Grenzenloser Jubel auf der Looren – und bittere Enttäuschung bei den Gästen. Mit diesem späten Erfolg sicherte sich der FC Neumünster nicht nur drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf, sondern bewies einmal mehr, dass man bis zur letzten Sekunde an das Unmögliche glauben darf. Chapeau!

Torloses Remis gegen Racing Club Zürich – bittere Diagnose für Straumann

Im nächsten Auswärtsspiel traf der FC Neumünster auf der Sportanlage Fluntern auf den Racing Club Zürich – ein Gegner auf Augenhöhe. Wie so oft gegen den Akademikerverein entwickelte sich eine zerfahrene Partie, geprägt von vielen intensiven Zweikämpfen und taktischer Disziplin. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, das Spiel war von gegenseitigem Abtasten geprägt. Bei frühlingshaften Temperaturen liessen beide Defensivreihen kaum Chancen zu. Offensiv fehlten auf beiden Seiten die zündenden Ideen – ein Umstand, der in dieser Konstellation nicht unüblich ist. So endete das Spiel leistungsgerecht mit einem 0:0-Unentschieden. Überschattet wurde die Partie jedoch von einer Verletzung: Abwehrchef Straumann musste nach einem rüden Foul durch Racing-Stürmer Luminati vorzeitig ausgewechselt werden. Die anschliessenden medizinischen Untersuchungen bestätigten den Verdacht – eine vordere Kreuzbandläsion mit Meniskusriss. Damit fällt der defensive Leistungsträger für längere Zeit aus. Der gesamte FC Neumünster wünscht an dieser Stelle gute und vollständige Genesung.

Heimniederlage trotz guter Ansätze

Im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Rümlang stand für beide Teams einiges auf dem Spiel. Während sich der Gast mit einem Sieg wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sichern konnte, war die Ausgangslage für den FC Neumünster nach dem Punktgewinn gegen den Racing Club Zürich vergleichsweise komfortabel. Dennoch wollte man mit einer konzentrierten Leistung die letzten Zweifel am Ligaerhalt endgültig ausräumen.

Die Anfangsphase gehörte zwar den Hausherren, doch erneut sah sich der FCN früh mit einem Rückstand konfrontiert. Nach einem Foul von Baici zeigte der Schiedsrichter in der 18. Minute auf den Punkt – der fällige Elfmeter wurde von Rümlang sicher zum 0:1 verwertet. Kurze Zeit später musste Verteidiger Sivec verletzungsbedingt mit einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt werden – ein weiterer Rückschlag für die Neumünsteraner Defensive. Nach rund 40 Minuten kam es zur nächsten strittigen Szene: Ein vermeintliches Handspiel im Strafraum wurde vom Unparteiischen erneut mit einem Penalty geahndet. Der Aufsteiger liess sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 0:2 – gleichzeitig der Pausenstand. In der zweiten Halbzeit zeigte der FC Neumünster eine engagierte Reaktion und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Doch trotz kämpferischer Leistung blieb der Anschlusstreffer aus. So musste sich das Heimteam am Ende mit einer 0:2-Niederlage abfinden.

Derby-Niederlage auf der Lengg

Trotz zuletzt enttäuschender Resultate war die Vorfreude auf das traditionsreiche Duell gegen den FC Seefeld gross. Die Bilanz der vergangenen Aufeinandertreffen sprach klar für den FC Neumünster: Unvergessen bleibt der spektakuläre 6:5-Erfolg in der Aufstiegssaison oder der Last-Minute-Sieg zum 2:1 im letzten Jahr. Mit diesem Wissen um die Derby-Gesetze und viel Kampfgeist startete der FCN selbstbewusst in die Partie. Die Anfangsphase gestaltete man mehrheitlich souverän, auch die neu formierte Defensive agierte weitgehend stabil und liess nur wenige klare Chancen zu. Nach dem Seitenwechsel musste man jedoch einen Rückschlag hinnehmen: Ein Sonntagsschuss der Gastgeber bedeutete das 1:0 in der 49. Minute. In der Folge machte sich die angespannte Personalsituation beim FCN bemerkbar – verletzungsbedingt fehlten die Optionen, um nochmals entscheidend nachzulegen. So fiel in der 68. Minute das 2:0, dem schliesslich zwei weitere Treffer folgten. Das Endresultat von 4:0 spiegelt den Spielverlauf nur bedingt wider – aus Sicht der Gäste fiel es deutlich zu hoch aus. Zwar zeigte die Mannschaft im Vergleich zu den vorherigen Spielen eine Leistungssteigerung, doch gefährliche Torchancen blieben erneut Mangelware.

Keine Punkte trotz Leistungssteigerung

Das Duell zwischen dem FC Neumünster und dem FC Schwamendingen war rein tabellarisch von geringer Bedeutung – für beide Teams ging es weder um den Aufstieg noch gegen den Abstieg. Dennoch war das Ziel klar: Mit einer konzentrierten Leistung und einem positiven Resultat wollte man die letzten Spiele der Saison seriös bestreiten. Die Gäste aus Schwamendingen erwischten den deutlich besseren Start. Flügelspieler Gabsi stellte mit einem frühen Doppelpack bereits vor der Pause auf 0:2 aus Sicht der Neumünsteraner. Nach dem Seitenwechsel setzte Kapitän Egli mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:2 ein kurzes Ausrufezeichen und liess Hoffnung auf Zählbares aufkeimen. Der FCN erhöhte den Druck und stellte taktisch auf Offensive um – in der Hoffnung, den Ausgleich zu erzwingen. Doch diese offensive Ausrichtung wurde nicht belohnt. Im Gegenteil: Schwamendingen nutzte die sich bietenden Räume konsequent aus und erhöhte auf 1:3, ehe kurz vor Schluss auch noch der vierte Treffer zum 1:4-Endstand fiel.

Klarer Klassenunterschied gegen den Aufsteiger – FCN unterliegt in Küsnacht

Im letzten Auswärtsspiel der Saison traf der FC Neumünster auf den vorzeitigen Meister und Aufsteiger in die 2. Liga Regional, den FC Küsnacht. Die Stimmung auf der Sportanlage war entsprechend festlich – ein Gros der Gemeinde war eingeladen, bei Wurst und Bier mit der Mannschaft auf eine erfolgreiche Saison anzustossen. Für den FCN war es hingegen ein Abend mit weniger erfreulichen Vorzeichen. Zahlreiche Stammspieler fehlten verletzungs- oder ferienbedingt, was die Ausgangslage zusätzlich erschwerte – besonders mit Blick auf den besonderen Moment: Es war das letzte Auswärtsspiel unter der Leitung von Trainer und Vereinspräsident Jed Reiff, der auf Ende Saison seinen Rücktritt als Trainer bekanntgegeben hatte. Dank der Unterstützung von Spielern der 2. Mannschaft sowie einigen Senioren konnte man dennoch ein (konkurrenzfähiges) Team stellen. Doch gegen die spielfreudigen und souverän auftretenden Küsnachter war an diesem Tag wenig auszurichten. Der FCN musste sich deutlich geschlagen geben und trat mit einer klaren Niederlage die Heimreise an. Ein starker Auftritt der Gastgeber, die sich den Aufstieg verdient haben. Für den FC Neumünster war es zugleich ein sportlicher Tiefpunkt – aber auch ein Moment der Reflexion und des Ansporns: Im letzten Heimspiel der Saison gegen den FC Unterstrass möchte man nochmals Charakter zeigen und sich mit einem positiven Abschluss von Publikum und scheidendem Trainer verabschieden.

Versöhnlicher Saisonabschluss – Neumünster beendet Spielzeit auf Rang 8

Zum letzten Spiel der Saison empfing der FC Neumünster auf der heimischen Looren den FC Unterstrass. Die Zielsetzung war klar: Mit einem starken Auftritt wollte man sich würdig aus der Saison verabschieden und den 8. Tabellenrang absichern. Der FCN legte entschlossen los. Bereits in der 13. Minute eröffnete Larcheveque nach feinem Zuspiel von Gabay den Torreigen und schob überlegt zur frühen Führung ein. In der Folge blieb Neumünster tonangebend – und erneut war es Larcheveque, der sich auf der rechten Seite kraftvoll durchsetzte und Stürmer Müller im Zentrum fand. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und stellte auf 2:0. Die Gäste aus Unterstrass fanden zu Beginn der ersten Halbzeit kaum ins Spiel – und suchten ihre Wirkung mehr im verbalen als im spielerischen Bereich. In hitzigen Wortgefechten wurden auch kreative Tiervergleiche bemüht – Mittelfeldstratege Sadiku wurde dabei kurzerhand zum „Hund“ erklärt. Doch der FC Neumünster liess sich davon nicht beirren. Kurz vor der Pause nutzte Müller einen schweren Patzer des gegnerischen Torhüters eiskalt aus und traf per Weitschuss aus rund 30 Metern zum 3:0-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel gelang den Gästen zwar der Anschlusstreffer zum 3:1, doch Neumünster antwortete prompt: Der lange verletzte Meyer, frisch zurück im Team, setzte Gabay gekonnt in Szene – dieser blieb cool und stellte den alten Abstand wieder her. Nur wenige Minuten später krönte Meyer seine Rückkehr selbst: In echter „Gerd-Müller-Manier“ drückte er den Ball zum 5:1 über die Linie. Zwar gelang Unterstrass gegen Ende der Partie noch etwas Ergebniskosmetik, doch der verdiente 5:3-Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Im Anschluss an das Spiel wurde gemeinsam gefeiert. Dank der Unterstützung von Sponsor Luca Brunner und seinem Weinhaus wurden die durstigen Kehlen mit feiner Traubenschorle versorgt – ein würdiger Schlusspunkt einer Saison, die sportlich wie emotional alles geboten hat.

Der FC Neumünster bedankt sich bei allen für die treue Unterstützung in der Saison 2024 / 2025 und freut sich auf die nächste Spielzeit – bis bald auf der Looren!